Saison 2025/2026
Saisonbericht
Wasserballliga Ost
9. Platz
SV Halle blickt auf schwierige Saison zurück – Derbysieg und Pokalauftritte setzen Lichtblicke
Mit dem neunten und letzten Tabellenplatz endet für die Wasserballer des SV Halle eine Saison, die vor allem von Rückschlägen, knappen Niederlagen und verpassten Chancen geprägt war. Die Bilanz von zwei Siegen bei 14 Niederlagen spricht eine deutliche Sprache. Positiv bleibt jedoch: Ein Abstieg droht nicht, sodass die Mannschaft auch in der kommenden Spielzeit in der Wasserball-Liga Ost antreten wird.
Dabei begann die Saison bereits mit schwierigen Aufgaben. Zum Auftakt setzte es beim späteren Meister aus Brandenburg eine 13:19 Niederlage. Trotz des Ergebnisses zeigte die Mannschaft dort phasenweise bereits gute Ansätze gegen das am Ende dominierende Team der Liga. Auch in Zwickau blieb der SV Halle zunächst ohne Punkte.
Kurz vor der Weihnachtspause schien die Entwicklung jedoch in die richtige Richtung zu gehen. Die Mannschaft wirkte zunehmend eingespielt, die Abläufe wurden sicherer und die Leistungen stabiler. Belohnt wurde dies mit einem 15:12-Auswärtssieg in Dresden. Dieser Erfolg bedeutete nicht nur die ersten wichtigen Punkte, sondern auch das vorläufige Verlassen der letzten Plätze.
Die Hoffnung auf eine erfolgreiche Rückrunde erhielt jedoch schnell einen Dämpfer. Besonders schmerzhaft waren die Heimniederlagen gegen Neukölln (15:19) und Erfurt (17:20). In beiden Partien hielt Halle lange Zeit mit, ehe die Spiele erst im letzten Abschnitt aus der Hand gegeben wurden. Während die Offensive durchaus überzeugen konnte, offenbarte sich vor allem in der Defensive Nachholbedarf. Zu häufig gelang es nicht, gegnerische Angriffe konsequent zu unterbinden oder entscheidende Situationen für sich zu entscheiden.
Für einen der Höhepunkte der Saison sorgte anschließend das Derby gegen Magdeburg. Vor heimischer Kulisse setzte sich der SV Halle mit 20:18 durch und feierte damit einen Erfolg, der der Mannschaft seit Jahren nicht mehr gelungen war. Der Derbysieg war zugleich Ausdruck des Potenzials, das im Team steckt, wenn Leistung, Einsatzbereitschaft und Konzentration zusammenkommen.
Auch im Pokal wusste die Mannschaft zu überzeugen. Gegen Chemnitz gelang ein weiterer Erfolg, und über mehrere Wochen präsentierte sich das Team deutlich gefestigter als noch zu Saisonbeginn. Doch die positiven Entwicklungen konnten nicht dauerhaft fortgesetzt werden. Es folgten weitere Niederlagen, unter anderem in Wedding sowie gegen Zwickau in der Liga.
Zum emotionalen Tiefpunkt wurde schließlich das Heimspiel gegen Dresden. Nach einer umkämpften Partie musste Halle drei Sekunden vor dem Schlusspfiff das entscheidende Gegentor zum 11:12 hinnehmen. „Dieses Spiel war einfach ein Vollbruch. Anders kann ich es nicht beschreiben“, sagt Kapitän und Torwart Fritz Felker rückblickend. „So ein Gegentor kurz vor Schluss ist ein unfassbarer Nackenschlag.“
Umso bemerkenswerter war die Reaktion der Mannschaft. Nur eine Woche später traf Halle im Pokal erneut auf Zwickau – jenes Team, gegen das zuvor deutlich verloren worden war. Diesmal zeigte der SV Halle eines seiner besten Spiele der Saison. Lange lag die Mannschaft in Führung, kämpfte sich durch die gesamte Partie und zwang den Favoriten schließlich ins Fünf-Meter-Werfen. Erst dort endete der Traum vom Halbfinaleinzug. „Dieses Spiel hat gezeigt, welches Potenzial in unserer Mannschaft steckt. Wir haben es in dieser Saison nur viel zu selten abgerufen“, so Halles Kapitän.
Die letzten Wochen der Spielzeit brachten jedoch weitere Enttäuschungen. Das Rückspiel gegen Magdeburg ging mit 12:16 verloren, und auch der Saisonabschluss in Erfurt verlief nicht nach Wunsch. Nach einer deutlichen 11:22-Niederlage blieb am Ende vor allem Ernüchterung zurück.
Trotz aller Rückschläge nimmt die Mannschaft wichtige Erkenntnisse aus dieser Spielzeit mit. Die knappen Niederlagen gegen direkte Konkurrenten, der Derbysieg gegen Magdeburg sowie die starken Pokalauftritte zeigen, dass die Leistungsfähigkeit grundsätzlich vorhanden ist. Gleichzeitig machte die Saison deutlich, dass Konstanz, defensive Stabilität und Konsequenz über die gesamte Spielzeit hinweg entscheidende Faktoren sind.
Für den SV Halle gilt es nun, die Saison aufzuarbeiten, die richtigen Schlüsse zu ziehen und den Blick nach vorn zu richten. Die Mannschaft wird die Sommerpause nutzen, um sich neu aufzustellen und die Grundlagen für eine erfolgreichere Spielzeit zu schaffen. Das Ziel ist klar: In der kommenden Saison soll das vorhandene Potenzial deutlich häufiger sichtbar werden als in den vergangenen Monaten.
Team SV Halle
Fritz Felker; Ole Schleußner; Otto Schneider; Marek Wünsch; Mohammad Lekto; Edwin Brode; Christian Beck; Willi Wolfer; Malte Fahrig; Till Ritzmann; Milan Fahrig; Hendrik Weber; Michael Beck; Paul Kehrer; Mika Tautz; Jonas Michelmann; Oskar Felker
- Trainer: Niklas Ufer
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